Warum die Eileiter so wichtig sind
Eileiterabklärung – Prüfung der Durchgängigkeit der Eileiter mit Ultraschall
Verschlossene oder veränderte Eileiter sind einer der häufigsten Gründe für ausbleibende Schwangerschaften. Wir klären das per Ultraschall, ohne Narkose und ohne Röntgen.
Nach dem Eisprung wandert die Eizelle durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter. Befruchtung und frühe Zellteilung finden ebenfalls im Eileiter statt. Ist er verschlossen oder in seiner Funktion eingeschränkt, kommt die Eizelle nicht durch. Eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg ist dann nicht möglich.
Wann sollte man die Eileiter prüfen lassen?
Wenn Sie seit 6 bis 12 Monaten ohne Verhütung versuchen schwanger zu werden und es nicht klappt, gehört die Eileiterdiagnostik zu den ersten Untersuchungen. Bei manchen Frauen gibt es klare Hinweise, dass die Eileiter betroffen sein könnten. Bei anderen liefert die Diagnostik die erste Erklärung für eine bis dahin ungeklärte Situation.
Diese Vorgeschichten machen eine Eileiteruntersuchung wichtig
- Chlamydieninfektion in der Vorgeschichte
- Eileiterschwangerschaft (Extrauteringravidität)
- Bauchfellentzündung (Peritonitis)
- Endometriose, besonders tief infiltrierend
- Voroperationen im Bauch- oder Beckenraum
- Länger andauernder unerfüllter Kinderwunsch
- Myome oder Polypen in der Gebärmutter
- Auffälliger Ultraschallbefund an den Eileitern
Chlamydien sind oft asymptomatisch. Viele Frauen wissen nicht, dass sie einmal eine Chlamydieninfektion hatten, weil sie häufig ohne Beschwerden verläuft. Trotzdem kann die Infektion Narbengewebe in den Eileitern hinterlassen. Ein Antikörper-Test im Blut gibt Hinweise, die Eileiteruntersuchung liefert den Befund.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Bei der Eileiterabklärung wird ein Gel (z. B. ExEm® Foam) verwendet, der die Eileiter durchspült und gleichzeitig als Kontrastmittel genutzt wird. Durch einen kleinen Kunststoffschlauch wird die Flüssigkeit in die Gebärmutterhöhle gespült. Während der Untersuchung lässt sich dann mittels Ultraschall beobachten, ob und wie die Flüssigkeit über die Eileiter in die Bauchhöhle abfließt.
Häufige Fragen unserer Patientinnen
Die meisten Frauen beschreiben die Untersuchung als druckunangenehm, nicht als schmerzhaft. Kurz wenn das Gel durch die Eileiter strömt, können Krämpfe auftreten, ähnlich wie bei starker Menstruation. Sie klingen innerhalb von Minuten ab. Eine Narkose ist nicht nötig. Wir empfehlen, 30 bis 60 Minuten vor dem Termin ein Schmerzmittel einzunehmen, zum Beispiel Ibuprofen 400 mg.
Am besten zwischen Zyklustag 6 und 12, also nach der Blutung und vor dem Eisprung. In dieser Phase ist der Gebärmutterhals etwas weicher, was das Einlegen des Katheters erleichtert. Außerdem schließen wir so aus, dass Sie zum Zeitpunkt der Untersuchung bereits schwanger sind. Wir koordinieren den Termin nach Ihrem Zyklus.
Bei den meisten Frauen: ja. Leichte Krämpfe oder ein Ziehen im Unterbauch können noch einige Stunden anhalten. Körperlich anstrengende Tätigkeiten am selben Tag würden wir vermeiden. Autofahren nach der Untersuchung ist möglich, da keine Sedierung eingesetzt wird.
Das hängt davon ab, welcher und wie. Bei einem einseitig verschlossenen Eileiter ist eine natürliche Schwangerschaft über die andere Seite weiterhin möglich. Bei beidseitigem Verschluss ist IVF der nächste Schritt. Manche Verschlüsse können operativ behoben werden, andere nicht. Was in Ihrer Situation sinnvoll ist, besprechen wir auf Basis des Befunds direkt im Anschluss an die Untersuchung.
Ja. Die Untersuchung stört den Zyklus nicht. Da sie vor dem Eisprung stattfindet, können Sie in derselben Zyklushälfte nach dem Eisprung noch versuchen schwanger zu werden.
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