Zwei Mütter, ein Kind, eine Familie.
Kinderwunsch als lesbisches Paar
Lesbische Paare mit Kinderwunsch sind bei uns herzlich willkommen – unabhängig vom Familienstand. Wir begleiten Sie von der ersten Beratung bis zur Schwangerschaft, einfühlsam und ohne Umwege.
Unsere Praxis ist eine Privatpraxis. Die Kosten werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Wir informieren Sie transparent über alle anfallenden Kosten.
Wie funktioniert die Behandlung?
Der Weg zur Schwangerschaft führt bei lesbischen Paaren über die künstliche Befruchtung mit einer Samenspende. Welches Verfahren für Sie das richtige ist, besprechen wir gemeinsam im Erstgespräch.
Insemination mit Spendersamen
Die Insemination ist der einfachste und schonendste Einstieg. Zum optimalen Zeitpunkt im Zyklus wird aufbereitetes Spendersperma direkt in die Gebärmutter eingebracht. Das Verfahren ist ambulant und ohne Narkose möglich. Bei einem normalen Zyklusverlauf ohne hormonelle Auffälligkeiten ist dies häufig die erste Wahl.
IVF mit Spendersamen
Wenn nach mehreren Inseminationsversuchen keine Schwangerschaft eintritt, die Eileiter eingeschränkt funktionieren oder das Alter eine Rolle spielt, empfehlen wir eine In-vitro-Fertilisation (IVF). Eizelle und Spendersperma werden dann in unserem hauseigenen Labor zusammengebracht, der entstandene Embryo wird anschließend in die Gebärmutter übertragen.
Spendersamen: Wie läuft die Auswahl ab?
Wir arbeiten mit zertifizierten Samenbanken zusammen, die strenge Qualitäts- und Gesundheitsstandards einhalten. Spender werden auf genetische Erkrankungen, Infektionskrankheiten und weitere Parameter untersucht.
Sie wählen den Spender anhand eines Profils aus: Blutgruppe, körperliche Merkmale, Herkunft, manchmal auch Ausbildung oder persönliche Angaben. Ihr Kind hat ab dem 18. Lebensjahr das Recht, die Identität des Spenders zu erfahre. Alle Samenbanken, mit denen wir kooperieren, arbeiten ausschließlich mit identifizierbaren Spendern.
Wir unterstützen Sie bei der Auswahl und erklären, worauf Sie achten können.
Was ist vor der Behandlung zu klären?
Medizinische Voruntersuchungen
Zu Beginn stehen Untersuchungen, die wir gezielt auf Ihre Situation abstimmen: Hormonwerte, Ultraschall der Gebärmutter und Eierstöcke, bei Bedarf eine Eileitertestung. So wissen wir, welches Verfahren für Sie am besten geeignet ist.
Rechtliche Grundlagen
Seit 2024 können nicht-gebärende Mütter ihr Kind in Deutschland durch eine Co-Mutterschafts-Erklärung direkt anerkennen, ohne den Umweg der Stiefkindadoption. Wir informieren Sie im Gespräch über den aktuellen Stand und empfehlen bei Bedarf einen auf Familienrecht spezialisierten Anwalt.
Psychosoziale Beratung
Eine psychosoziale Beratung ist vor einer Samenspende-Behandlung gesetzlich vorgeschrieben. Wir vermitteln Ihnen Kontakte zu erfahrenen Beratungsstellen in Hamburg. Viele Paare erleben diese Gespräche als hilfreich, um sich über eigene Fragen und Wünsche klar zu werden, auch solche, die das Kind irgendwann stellen wird.
Häufige Fragen
Ja. Wir behandeln lesbische Paare unabhängig vom Familienstand. Ob verheiratet, eingetragen oder unverheiratet zusammenlebend – das spielt bei uns keine Rolle. Einige rechtliche Details zur Elternschaft hängen allerdings vom Familienstand ab; dazu informieren wir Sie im Erstgespräch.
Das ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die rechtliche und medizinische Situation ist dabei komplexer als bei einer zertifizierten Samenbank. Sprechen Sie uns im Erstgespräch darauf an.
Die Frau, die das Kind austrägt, ist automatisch die rechtliche Mutter. Seit der Reform des Abstammungsrechts 2024 kann die nicht-gebärende Partnerin die Mutterschaft per Co-Mutterschaftserklärung direkt anerkennen, ohne den früheren Umweg der Stiefkindadoption. Wir empfehlen dennoch eine Beratung durch eine auf Familienrecht spezialisierte Anwältin, da die Details vom Zeitpunkt der Zeugung und weiteren Umständen abhängen können.
Ja, beide Partnerinnen nehmen teil. Die Beratung ist vor einer Behandlung mit Spendersamen gesetzlich vorgeschrieben. Sie wird von unabhängigen Fachkräften durchgeführt und ist keine Prüfung. Die meisten Paare nutzen das Gespräch, um sich über Fragen zu verständigen, die das Kind später stellen wird: Wann erzählen wir es ihm? Was sagen wir über den Spender? Wir vermitteln Ihnen erfahrene Beratungsstellen in Hamburg.
Das lässt sich vorab nicht sagen. Bei der Insemination liegt die Schwangerschaftsrate pro Versuch je nach Alter und Befund bei etwa 10 bis 20 Prozent. Nach drei bis sechs erfolglosen Versuchen empfehlen wir in der Regel den Wechsel zur IVF, wo die Erfolgsrate pro Versuch höher liegt. Wir besprechen nach jedem Zyklus mit Ihnen, wie es weitergeht.
Die Kosten hängen vom Verfahren ab. Eine Insemination liegt pro Versuch im niedrigen dreistelligen Bereich, eine IVF im vierstelligen. Hinzu kommen die Kosten für Spendersamen und Medikamente. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt keine Kosten; einige private Krankenversicherungen beteiligen sich. Wir legen alle Kosten offen, bevor wir mit der Behandlung beginnen.
Nicht zu allen. Die medizinischen Untersuchungen und Behandlungen betreffen die Frau, die schwanger werden soll. Zum Erstgespräch und zur psychosozialen Beratung kommen beide Partnerinnen. Alles Weitere besprechen wir individuell.
Ihr erster Schritt
Das Erstgespräch dauert etwa eine Stunde. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen, schildern, was medizinisch sinnvoll ist, und besprechen den weiteren Ablauf. Beide Partnerinnen sind herzlich eingeladen, gemeinsam zu kommen.
Gerne lernen Sie uns und unsere Praxis auch bei einem unserer Infoabende unverbindlich kennen.
